Ausflug zur Ausstellung „Neue Sachlichkeit“ nach Mannheim
Zum Jahresauftakt der Veranstaltungsreihe des Fördervereins KunstPlatz Hemsbach e.V. erwartete die interessierten Mitglieder am 25. Februar 2025 ein kultureller Höhepunkt in der Kunsthalle Mannheim. Trotz sehr großen Besucherandrangs bekamen sie eine exklusive Führung durch die Ausstellung „Neue Sachlichkeit“, die auf große Resonanz stieß und bis auf den letzten Platz ausgebucht war.
Die Ausstellung versammelt Werke von Künstlern und Künstlerinnen, die sich nach dem Ersten Weltkrieg von der Expressionismusbewegung abwandten und einen nüchternen, realistischen Blick auf die Welt suchten. Die BesucherInnen konnten im Rahmen der Führung die Werke prominenter Künstler wie Otto Dix, George Grosz, Max Beckmann, Rudolf Schlichter und verhältnismäßig weniger Künstlerinnen wie Lotte Laserstein bewundern. Diese KünstlerInnen setzten sich mit den sozialen und politischen Missständen der Zeit auseinander und schufen eindrucksvolle, oft kritische Porträts der modernen Gesellschaft.
Die führende Kunsthistorikerin vermittelte auf sehr lebendige Weise mit viel Fachwissen und Leidenschaft die verschiedenen Themenbereiche und gab spannende Einblicke in die Perspektiven der KünsterInnen und die Entstehung und Bedeutung ihrer Werke.
Ein besonderer Fokus lag auf der sozialen Kritik, die durch präzise Darstellung und ungeschönte Realität in den Gemälden und Zeichnungen sichtbar wird. Die Führung zeigte, wie die KünstlerInnen mit einem klaren Blick und einer fast dokumentarischen Genauigkeit die Traumata der Kriegszeit und die Verwerfungen der Weimarer Republik in ihren Werken festhielten. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie diese Werke auch heute noch eine erstaunliche Relevanz haben und uns dazu anregen, über unsere eigene Gesellschaft nachzudenken“, so eine Teilnehmerin.
Dieser Gruppenbesuch ermöglichte den TeilnehmerInnen nicht nur einen tiefen Einblick in die Kunstbewegung der 1920er Jahre, sondern auch eine lebendige Auseinandersetzung mit den vielschichtigen Werken, die die deutsche Kunstgeschichte nachhaltig prägten.
Alles in allem war es eine sehr gelungene Veranstaltung, die im Vorfeld von der Kassenwartin Ingeborg Tuffner-Denker bestens organisiert war.